Zusammenfassung April 2026
Anfang diesen Monats habe ich mich bei ChatGPT angemeldet. Vorher hatte ich um AI-ChatBots meist einen Bogen gemacht, doch um zu sehen, ob es mir vielleicht etwas bringt, muss ich es etwas ausgiebiger ausprobieren. Bisher hatte ich mich nur sporadisch mit Google Gemini und Kagi Assistant befasst.
Unter anderem habe ich mit ChatGPT ein Problem mit der Aktualisierung des Zertifikats des Mailservers untersucht. Die Antworten haben mich zwar auf eine Spur gebracht, aber nicht zur Lösung geführt. Da das aktuelle Zertifikat noch eine Weile gültig ist, werde ich mich im Mai wieder damit befassen. Als vorläufiges Fazit zu ChatGPT bleibt bei mir: ohne eigenes Wissen und eigene Urteilsfähigkeit geht es nicht mit AI.
Für Projekte hatte ich im April kaum Zeit, da wir im Urlaub nach Mexiko wollten und noch einiges vorzubereiten war. Es sollte am 13.4. losgehen, doch genau zu der Zeit gab es Streiks bei der Lufthansa und unser Flug fiel neben anderen aus. Nach einigem Hin und Her flogen wir am 15.4. anstelle direkt von Frankfurt nach Mexiko Stadt über Vancouver.
Während des Fluges hatte ich mir an irgendetwas den Magen verdorben und bei Ankunft in Mexiko Stadt büßte ich eine Kreditkarte ein, als ich Geld am Automaten abheben wollte. Die Sperrnummer 116116 war aus Mexiko nicht zu erreichen, weder mit der Vorwahl von Deutschland noch ohne. Zum Glück hatte ich die Nummer der Bank dabei, so dass ich die Karte gleich sperren konnte. Alles in allem kein wirklich guter Einstieg in den Urlaub.
Am nächsten Morgen aß ich nur Toast und trank schwarzen Tee, die Magenverstimmung ließ dann recht schnell nach. Nach dem Frühstück trafen wir die anderen Mitreisenden (insgesamt waren wir 6) den Reiseführer Adrian, einen Mestizen mit viel Humor und viel Hintergrundwissen zu Mexiko, sowie unseren Fahrer Sergio.
Weil wir zwei Tage später ankamen, sahen wir kaum etwas von Mexiko Stadt denn an unserem ersten Tag begann die Fahrt mit dem Bus in Richtung Yucatan.
Durch das Hin und Her mit dem Abflug - das ging schon in der Endphase des Taschepackens los - hatte ich vergessen, einen Reiseadapter mitzunehmen. Die Powerbank half über die erste Zeit hinweg, dann kaufte ich ein billiges USB-Ladegerät. Billig, weil ich es nur für diese Reise brauchte. Allerdings sorgte es dafür, dass die Powerbank anstatt zu laden, vollständig entladen wurde. Möglicherweise konnten sich Ladegerät und Powerbank nicht einigen wer mehr Energie hatte und dem anderen etwas abgeben sollte. Mit einem USB-Kondom, dass ich dabei hatte, konnte ich die Powerbank schließlich doch noch, wenn auch langsam, laden.
Die Reise selbst war interessant, zumindest der erste Teil war neu für uns. In Yucatan waren wir bereits vor ein paar Jahren gewesen.
Es ging los über Teotihuacan - wir waren vier Tage vor der Schießerei da - nach Puebla.
Am nächsten Tag besuchten wir den Jardin Botanico in Zapotitlán mit Tausenden von Kakteen, bevor wir in Oaxaca ankamen - wir blieben zwei Nächte - und noch einen kleinen Stadtrundgang machten. Den nächsten Tag waren wir auf dem Monte Albán und im Museo Cultural de Oaxaca, in dem unter anderem die Schätze aus der siebten Grabkammer von Monte Albán ausgestellt sind.
Weiter ging es über Tule, Mitlan und eine Mezcal Destillerie (A todo mal, Mezcal! A todo bien, tambien) nach Tehuantepec. Bevor wir dort ankamen, machten wir noch eine Rast an der Küste des Pazifischen Ozeans. Leider waren die Wellen zu stark, um schwimmen zu gehen. Dafür konnten wir vor der Küste ein paar Buckelwale sehen, die sich mit Sprüngen aus dem Wasser vergnügten.
Am nächsten Tag machten wir unterwegs einen Bootsausflug auf dem Rio Grigalva zum Stausee, bei dem ein Teil der Elektrizität für Mexiko und Guatemala erzeugt wird. Für zwei Nächte haben wir in San Cristobal de las Casas übernachtet.
Tags darauf besuchten wir zunächst San Juan Chamula. Dort gibt es neben alten Häusern sehr moderne und viele neue teure Autos auf den Straßen. Laut Adrian haben die Leute das Geld dafür von der Regierung mehr oder weniger ohne Gegenleistung erhalten. Bemerkenswert war, dass der Mann am Eingang der Kirche - für die Adrian den Eintritt bereits bezahlt hatte - noch zusätzlich Geld für den Bus haben wollte, der einen Kilometer entfernt auf dem Parkplatz stand. Alles in allem hat dieser Ort auf mich einen eher negativen Eindruck gemacht.
Danach ging es nach Zinacantan, einem Nachbarort, dessen Bewohner sich auf Blumenzucht und -pflege verstehen und von deren Verkauf und Export leben. Damit haben sie sich einen bescheidenen Wohlstand erarbeitet, die meisten Fahrzeuge, die wir sahen, waren kleine PKW und Pickups, die für die Arbeit gebraucht werden. Hier fühlte ich mich sehr viel wohler als in San Juan Chamula.
Am nächsten Tag ging es nach Palenque, wir haben in einem Resort vor der Stadt übernachtet, welches nahe der archäologischen Ausgrabungsstätte lag. Am Morgen haben uns die Brüllaffen geweckt. Hier war es auch, wo die Powerbank ent- statt geladen wurde, vielleicht auch dadurch verursacht, dass der Strom ausgeschaltet war, als wir das Zimmer verließen und zum Frühstück gingen.
Ab Palenque waren uns die Ausgrabungsstätten bereits von der letzten Reise bekannt, jedoch konnte Adrian noch etliche Details hinzufügen.
Weiter ging es nach Campeche, einer schönen Stadt am Golf von Mexiko. Wir haben innerhalb der Stadtmauern der Altstadt übernachtet.
Am nächsten Morgen ging es nach Uxmal, vorher erklärte Adrian uns noch an einem kleinen Friedhof unterwegs einiges über die Totengebräuche in Mexiko. Übernachtet haben wir in Mérida, am Abend noch einen kleinen Stadtrundgang gemacht und am Zocalo ein Pok-ta-pok-Spiel gesehen.
Am nächsten Tag, dem letzten der gemeinsamen Reise, ging es zunächst nach Chichen Itza und dann nach Cancun, wo wir uns von allen verabschiedeten.
Heike und ich waren noch drei Nächte in einem All-inklusive-Hotel. Dort waren sehr viele Amerikaner aus den USA, Braunalgen am Strand wie schon bei der letzten Reise und die meisten Getränke mehr oder weniger Zuckerwasser. In meinen Augen trinkbar waren: Wasser und Bier (aus Flaschen) und der Wein abends im Restaurant.
Zurück ging es mit Edelweiss über Zürich und Frankfurt und dann mit Lufthansa nach Leipzig. Dann die Taschen auspacken, noch einmal die Reise Revue passieren lassen und der April war vorbei.
Posted 2026-05-03